Eine Kündigung zu verarbeiten braucht Zeit und Unterstützung

In zwei aktuellen Artikeln beleuchtet Michael Hasler, Geschäftsführer der newplace AG, wie Menschen Kündigungen emotional verarbeiten und welche Verantwortung Unternehmen in dieser sensiblen Phase tragen. Er beschreibt die „Achterbahnfahrt“ aus Schock, Trauer, Unsicherheit und Selbstzweifel und betont, dass Zeit, Verständnis und gezielte Unterstützung entscheidend sind, um das Geschehene einzuordnen.

Unterstützung statt Aktionismus: Was Betroffenen hilft

Nach einer Kündigung sind zwei Reaktionen besonders ungünstig: blinder Aktionismus und der Versuch, die Situation allein zu bewältigen. Sinnvoll ist, professionelle Hilfe und das private Umfeld einzubeziehen, um aus der Opferrolle herauszufinden und den Fokus wieder auf Leistungen, Erfahrungen und Kompetenzen zu richten. Das wirkt auch im Bewerbungsprozess — nicht zuletzt in der nonverbalen Kommunikation.

Netzwerk als Schlüssel — für alle, besonders für Führungskräfte

Michael Hasler hebt die zentrale Rolle von tragfähigen Beziehungen hervor: Netzwerken differenziert, gerade in Zeiten, in denen standardisierte und KI‑gestützte Bewerbungen sich oft ähneln. Seine Empfehlung: jedes Jahr mindestens zwei neue Kontakte knüpfen und aktiv pflegen. Für Führungskräfte ist der Verlust funktionsgebundener Netzwerke nach einer Kündigung besonders einschneidend, weshalb die Jobsuche oft länger dauert.

Trennungskultur mit Wirkung auf Reputation

Nicht die Kündigung an sich ist verletzend, sondern wie sie erfolgt. Unternehmen profitieren von klaren Werten in Trennungsprozessen — Transparenz, Wertschätzung und gute Kommunikation —, denn sie schützen Kultur und Reputation und wirken auch nach innen. Beispiele unglücklichen Timings zeigen, wie stark Details wahrgenommen werden.

Die vollständigen Interviews finden Sie hier:

Artikel Tages Anzeiger

Artikel Berner Zeitung

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